|
Bis in die Mitte des 20. Jh. lebten die allermeisten Imwinkelried von der Landwirtschaft
und der Viehzucht. Sie bewirtschafteten Äcker und Felder und hielten sich noch
1-3 Kühe, einige Ziegen und Schafe.
Sie waren Selbstversorger. Mit dem Roggen und der Gerste backten sie ihr Brot. Die
Milch wurde verarbeitet zu Butter, Rahm, Zieger und Käse. Die Wolle und der Hanf
wurden versponnen und verwoben. So konnten sie ihre Familien über Wasser halten.
Bis ins 14. Jh. war das Klima im ganzen Oberwallis sehr mild. Die Gegenden waren fruchtbar.
Es wurden sogar Reben im Gerental (im Goms, auf 1500 m. ü. M.) angepflanzt. In
den grünen Wiesen blühten die Blumen und sprossen saftige Gräser. Die
Heuernten waren gross und brachten genug Winterfutter.
Bergheu
Dann wurde das Klima rauher. Umweltkatastrophen, Lawinen, Feuersbrünste, Krankheiten
(wie Pest und Cholera) und Kriege traten auf. So wurden ganze Dörfer und Weiler
vernichtet. Viele Familien verloren in diesen schrecklichen Jahren ihr Leben. Von diesen
Schicksalsschlägen blieben auch unsere Ahnen nicht verschont.
der
letzte Bewohner von Wichelried.
Ab 1920 wurden die Zeiten langsam besser. Die bäuerlichen
geprägte Kultur und ihre Lebensgewohneiten hielten sich aber noch bis in die 1950-er.
Dann setze die Landflucht ein. Die meisten Imwinkelried wohnen nicht mehr in den alten
Dörfern und üben andere Beruf aus. Im Bild der letzte Bewohner des Weilers
am Wichelried (1930).
Auswanderer
19. Jh.
|