Ursprung 13. Jh.

 
Im Bild der Weiler am Wichelried bei Zeneggen. Der Weiler wird erstmals 1289 erwähnt. Von dort stammen die ersten Imwinkelried.

Familiennamen gab es damals noch nicht. In Urkunden wurde neben dem Taufnamen auch die Abstammung (In der Regel der Vorname des Vaters), die Herkunft (in der Regel der Wohnsitz der Familie) oder ein anderes Merkmal (Beruf, besonders Eigenschaften oder ein Übernamen) eingetragen. So werden u. A. erwähnt:

Am 22. Nov. 1289 Johann, Sohn des seligen Wilhelm, als Verkäufer einer Wiese gelegen unter einem Steinhaus am Wichelried.
Am 1. Oktober 1301 ebenfalls bei einem Güterverkauf, Johann und Wilhelm Söhne, des seligen
Wilhelm Wiegenried.

Aus den Beinamen entwickelten sich zwischen 1300-1400 die alten Oberwalliser Familiennamen, die dann meistens, aber vor 1700 nicht immer, von Generation zu Generation übertragen wurden. Allerdings vor 1800 in verschiedenen Schreibweisen (je nach dem wie die wenigen Schreibkundigen, den Namen im Ohr hatten und zu Papier brachten).

Varianten des heutigen Familiennamens Imwinkelried.
1300-1400: Am Wichel Ried, Wichenrieder, Im Wichel Ried, Wiegenried.
1500-1700: Im Wichelried, Im Wychelried, Im Winkelried.
Ab 1700: Imwinkelried.

Gleichlautende oder ähnlich lautende Namen lassen nicht unbedingt auf einen gemeinsamen Ursprung schliessen. Beispiele dafür sind die verschiedenen Stämme der Bacher (am Bach, de Torrente), Weger (Am Weg, Subviva) oder Werlen (aus dem Weiler Werligen bei Unterbäch stammend aber auch vom Taufnamen Werlin abgeleitet). Bei den Imwinkelried kann man allerdings davon ausgehen, dass sie alle aus dem Weiler Am Wichelried (in alten Karten Winkelried) stammen. Kein Zusammenhang besteht mit den Winkelried und ähnlichen Familiennamen, die auf Ortsbezeichnungen in anderen Kantonen oder im deutschsprachigen Ausland zurückzuführen sind.
 
Karten von Zeneggen und seinen Weilern

Ausbreitung 14.-18. Jh.
 

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