Der Hergottschnitzler von Nessel
N Imwinkelried      †vor 1800

 

 

Im 18. Jahrhundert lebte oberhalb von Ulrichen im Weiler "Nessel" ein Mann aus der Familie Imwinkelried. Er war ledig und führte dort oben ein einsames Einsiedlerleben.
Er wurde nur ganz selten unten im Dorfe gesehen. Den ganzen Winter blieb er im Weiler und war damit beschäftigt Heiligenstatuen, Kreuze und andere Sachen zu schnitzeln.
Dann, als es endlich wieder nach den langen Wintermonaten Frühling wurde, liess er sich in Ulrichen wieder blicken. Jetzt versuchte er seine geschnitzen Waren den Einwohnern zu verkaufen. Manchmal hatte er Glück und fand einen Abnehmer. Einmal, als eine Frau ihm nichts abkaufen wollte, rief er aus: "Bring ich Herrgöttlini, will schi Tifle, bring ich Tifle, will schi Herrgöttlini!"
Eines seiner geschnitzten Werke sehen Sie oben im Bild. Es ist die Figur der Hl. Maria Immakulata. Diese stand früher in der Kapelle von Zum Loch. Heute wird sie in der Kirche von Ulrichen aufbewahrt. "Sie ist 104 cm hoch und vermutlich aus Arve. Ein in Faltenstil, Draperie und Standmotiv eigentümliches Bildwerk".
Nach einer Erzählung von Pfr. Dr. Michael Tomamichael, der 1956-1960 Pfarrer in Ulrichen war, stammt diese Statue aus der Hand des Schnitzlers Imwinkelried. Er fand dies in einer alten Akte aufgeschrieben.




 
 Zurück zum Titelverzeichnis

 Weiter, zu den Photographien

 
Impressum . Web Adressen . Zurück zur Startseite  © Copyright R. Imwinkelried-Salzmann