Die vielen im Oberwallis gebauten Kapellen und Kirchen erinnern noch heute an die damalige wirtschaftliche Blütezeit. Neben dem Handel vor allem mit der Lombardei, brachten fremde Kriegsdienste, aber auch die Abgaben der Unter-walliser Untertanengebiete viel Geld ins Oberwallis. Die "guten Zeiten" endeten 1798 mit der Besetzung und Plünder-ungen durch die Franzosen. Hinzu kam eine ab 1800 einsetzende, weitere Klimaverschlechterung. Zwischen 1813-1848 kam es teilweise zu bürgerkriegsähnlichen Zustände zwischen den Unter- und Oberwallisern. Es gab eine Führungsschicht im Wallis, die sich trotz des Beitritts zur Schweiz (1815) nicht an die neuen Zeiten anpassen konnten. Das Wallis wurde zu einem der rückständigsten und ärmsten Kantone der Schweiz.
Viele sahen sich im 19. Jh. gezwungen, in eine neue, zukunftssichere Heimat auszuwandern. Unter ihnen auch Imwinkelried. Sie zogen nach Italien, Frankreich, in die USA und auch nach Argentinen.
Bild:In den 60-iger Jahren besuchen die Brüder Augusto und Oreste Imwinkelried (hintere Reihe links) die Heimat ihres Grossvaters Johann Anton Imwinkelried (1802 - 1863) aus Ulrichen.